be quiet! Dark Base 700 – Review

Über hübsche Gehäuse mögen sich viele PC Gamer streiten. Sobald jemand von seinem aufwändig veredeltem PC Gehäuse schwärmt, gibt es auch immer Kommentare wie diese: „Der Rechner soll schnell sein, was interessiert mich wie der aussieht.“ „Der steht doch eh unter dem Tisch, den sieht keiner…“ Diese Gegner werden auch über das be quiet! Dark Base 700 meckern. Aber diese sollen uns hier nicht interessieren. 😉

Meine Meinung ist da eine etwas andere. Die Hardware für meinen Gamer PC ist durchaus eine hochwertige und hat mich während der Anschaffung eine Menge Geld gekostet. Warum soll diese dann unter dem Tisch einstauben? Zudem kommt meine Faszination für die Bastelei. Es macht mir einfach unglaublich viel Spaß den Computer so zu verkabeln, so dass man davon so wenig wie möglich mitbekommt, die Komponenten zusammenzustellen und anschließend zu verbauen. Die hier geleistete Arbeit stelle ich nun mal gerne zu Schau. Und wenn es nur für mich ist. Der bekannte Spruch „Das Auge isst mit“ findet für mich in abgewandelter Form auch in diesem Bereich Anwendung. Wenn ich das kleine Schmuckstück neben mir sehe und es fast unhörbar schnurrt, habe ich einfach viel mehr Lust mich an meinen PC zu setzen. (Es geht ja auch keiner gerne in ein steriles Restaurant ohne Deko und nur weißen Wänden.) Aber kommen wir zum eigentlichen Review.

Der Ersteindruck

Das be quiet! Dark Base 700 kam in einem solide verpackten Karton bei mir an. Das Gehäuse an sich war sogar nochmals in einer großen Stofftasche verpackt umhüllt von Styropor. Nach dem entfernen der Stofftasche enthüllte sich die kühle Eleganz des Gehäuses. Das kühle Aluminium mit dem getönten Temperglas an der Seite macht einen sehr eleganten Eindruck. Ich für meinen Teil war sehr begeistert.

Am Controlpanel auf der Oberseite befinden sich neben dem Einschalt- und Resetbutton noch zwei USB 3.0 Anschlüsse, ein Headsetanschluss sowie ein USB 3.1 Anschluss. Außerdem ist dort eine Festplattenaktivitätsanzeige und die Lüftersteuerung. Diese lässt die Lüfter im inneren auf drei verschiedenen Stufen regulieren. Alternativ kann die Lüftersteuerung auf Automatik gestellt werden. In dem Fall übernimmt die automatische PWM Lüftersteuerung des Mainboards.

Im inneren befindet sich die Platine der Lüftersteuerung und zwei bereits vormontierte be quiet Silent Wings 3 140mm Lüfter. An der Oberseite des Gehäuses befindet sich Vorrichtung an der sich AiO Wasserkühlungen montieren lassen mit einer Größe bis zu 360mm. Diese befindet sich auf einer Schiene, so dass sie bei der Montage rausgeholt werden kann. Das erleichtert die Montage doch sehr.

Im unteren Bereich befindet sich die Netzteilkammer. Diese ist zwar bei den meisten Gehäusen bereits Standard, für mich dennoch eine Premiere. Endlich habe ich eine einfache Möglichkeit zu lange Kabel leicht zu verstecken. Innerhalb der Netzteilkammer sind aber auch zwei Festplattenschächte, bei denen sich 3,5 Zoll Festplatten montieren lassen.

Die komplette Frontseite hingegen ist leer. So wäre an dieser Stelle genügend Platz um einen Radiator für eine Wasserkühlung unterzubringen. Der Nachteil dabei ist, dass dort keine Festplatten oder Blu-Ray-/DVD/CD Laufwerke mehr montiert werden können. Es ist natürlich verständlich, dass man als PC Gamer darauf verzichten kann, aber ich für meinen Teil habe hin und wieder auch gerne noch eine meiner Blu-Rays am PC geschaut. Jetzt wohl nicht mehr 😉

Der Einbau

Der Einbau der Hardware könnte kaum leichter sein. Die vormontierten Silent Wings Lüfter sitzen meiner Meinung nach schon an der perfekten Stelle für einen guten Airflow (vorausgesetzt man plant keine weiteren Lüfter einzubauen und setzt bei der CPU und Grafikkarte auch auf Luftkühlung) Allerdings ist meine CPU im Regelbetrieb gute 6°C kühler als in meinem Vorgänger Gehäuse Fractal Design Define R3. Ich vermute das liegt an den weggelassenen Festplattengehäusen in der Front. Somit gehe ich davon aus, dass ich mit dem aktuellen Modell Fractal Design Define R6 ein ähnliches Ergebnis erziehlt hätte.

Lediglich beim Verlegen der ganzen Kabel sollte man sich noch ein paar Gedanken machen. Aber dafür gibt einem das be quiet! Dark Base 700 reichlich Möglichkeiten. Praktisch ist auch, dass be quiet kleine Klettbänder mitliefert, mit denen sich die Kabel leichter ordnen lassen.

Was mir nicht gefällt

Zugegeben, dass ist wirklich meckern auf hohem Niveau, aber irgendwas muss man bei einem Review auch zu meckern haben. 😊

Punkt 1: Auch wenn es kaum noch jemand verbaut, hätte ich trotzdem gerne mein Blu-Ray Brenner in diesem Gehäuse verbaut. Aber da die Radiatoren immer größer werden, mussten wohl der Platz dafür weichen. Schade, aber ich kann damit leben. ☹

Fehlende Abdeckung

Punkt 2: Es mag sein, dass ich auch ein bisschen zu blöd dafür bin, aber ich finde keine Möglichkeit die Kabel aus der Netzteilkammer bei montierten Abdeckungen herauszuführen. Meine Lösung ist eine Abdeckung wegzulassen und dort die Kabel durchzuführen. (falls jemand eine elegantere Lösung hat könnt ihr mir gerne per Kommentar oder Twitter berichten.)

Fazit

Ich liebe mein neues Gehäuse wirklich sehr. Ich freue mich immer wieder aufs Neue, wenn ich kurz nach rechts schaue und mir die LEDs meiner EVGA GeForce GTX 1080 FTW2 zublinzeln. Ich liebe die beiden orangenen LED Streifen mit dem schwarzen Aluminium als Hintergrund an der Front. Man könnte fast meinen, dass lost in gaming etwas damit zutun hätte. 😉 Und vor allem liebe ich das getönte Seitenfenster. Es ermöglicht zwar die Blicke ins Innere, allerdings scheint auch alles was schwarz ist unsichtbar. Daher werde ich mir in Zukunft noch ein bisschen Gedanken darum machen müssen, wie ich mein Mainboard entsprechend beleuchte. Alternativ könnte man natürlich auch ein moderneres Mainboard nutzen, welches schon integrierte LEDs hat.

Ref.-Link zum Gehäuse:

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